Friaul und Triest

Grenzgebiete der mitteleuropäischen Kultur

TERMIN: 11.09.23 - 17.09.23
Friaul und Triest

Friaul ist eine Region, die vieles zu bieten hat: hohe Berge und sanfte Hügel, Lagune und Meer, verträumte kleine Orte und wunderschöne Städte, die mit großen Kunstwerken und Zeugnissen der ruhmvollen römischen Vergangenheit locken.

Wir werden diese sehr anregende Region von Udine aus erkunden, wo wir 6 Tage lang sehr komfortabel im zentral gelegenen Hotel Astoria wohnen werden.

Gleich am ersten Tag führt uns der Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann durch das herrliche, von venezianischer Architektur geprägte historische Stadtzentrum von Udine und zeigt uns die schönsten Fresken Tiepolos, die prunkvolle Ausgestaltung des Palazzo Patriarcale.

Phantasiebegabt und rational zugleich, führt der letzte Maler der großen venezianischen Schule Gianbattista Tiepolo Kunst und Naturwissenschaft zu einer glücklichen Begegnung. Isaak Newton hatte das Licht entschlüsselt, in seine Farbigkeit aufgefächert, Tiepolo hat verhindert, dass das Licht dadurch entzaubert wurde. In den Wandmalereien des Palazzo Patriarcale sind diese Wunder mitzuerleben. Er nutzt die neuesten Erkenntnisse der Physik, um vom Hell/Dunkel ins farbige, selbstleuchtende Licht hinüber zu wechseln. Und seit nunmehr fast dreihundert Jahren folgen ihm Malerei, Fotografie und Filmkunst auf diesem Weg.

Am Nachmittag können Sie dann durch die bezaubernden Straßen der Altstadt einen Einkaufsbummel unternehmen und am Abend werden wir eine erste Kostprobe der zahlreichen kulinarischen Spezialitäten der Gegend und ihrer berühmten Weinen bekommen.

Am nächsten Tag treten wir eine weite Zeitreise nach Aquileia an der nahen Adria-Küste an. In der frühchristlichen Basilika der einst zweitwichtigsten Stadt des römischen Reiches beeindrucken die spätantiken Fußböden mit wunderbar erhaltenen Mosaiken voller geheimnisvoller Bildsymbole.

Eine lange Brücke über die Lagune führt uns anschließend zum hübschen Städtchen Grado, wo wir nach der Mittagspause die uralte ehemalige Bischofskirche Sant’Eufemia besichtigen werden, ein hervorragendes Monument,         das in der Tradition der frühchristlichen und ravennatischen Basiliken steht.

Am nächstenTag werden wir uns den kulinarischen Spezialitäten der Gegend widmen.

In San Daniele erfahren wir in einem klassischen prosciuttificio, wie der herrlich milde Schinken reift und beim Mittagessen im berühmten Restaurant La Torre in Spilimbergo genießen wir ausgesuchte kulinarische Spezialitäten der Region. Die bezaubernde kleine Stadt ist berühmt für ihre aus der Renaissance stammenden Palazzi dipinti, die wir bei einem Stadtrundgang bewundern werden. Auch der aus dem 13. Jh. stammende Dom Santa Maria Assunta ist ein Besuch wert.

"Grenzgebiet der Kulturen", hat der Schriftsteller Claudio Magris seine Stadt Triest genannt. Sie war lange ein Knotenpunkt österreichischen, italienischen und slawischen Geistes und spiegelt noch heute diese unterschiedlichen Facetten wieder. Einst wichtiges Zentrum der k. u. k. Monarchie, verdankt Triest dem Österreichischen Kaiserhaus seinen unvergleichlichen Aufstieg zur Handelsmetropole und seine großzügige Stadtplanung. Heute ist Triest eine der Städte Italiens mit der höchsten Lebensqualität. Wir wollen Sie in diese schöne mitteleuropäisch anmutende Stadt entführen. Das Herz der Stadt bildet die Piazza dell'Unità d'Italia. Dieser ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz, wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt. Der Glanz vergangener Zeiten ist überall zu spüren. Oberhalb der Stadt befindet sich die Kathedrale von San Giusto, das wichtigste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt. Das Bodenmosaik der ursprünglichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert ist teilweise heute noch in der Kirche zu bewundern.

Triest ist auch bekannt wegen ihrer unter venezianischem Einfluss entstandenen traditionsreichen Kaffeehäuser. In späteren Jahrhunderten nahm diese alte Tradition auch habsburgische Einflüsse auf, insbesondere in der Innenraumgestaltung. In ihnen verkehrten Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, Franz Kafka und James Joyce. Wir werden die besondere Atmosphäre eines dieser historischen Plätze bei einem schönen Mittagessen genießen.

Ein weiterer Ausflug führt uns am letzten Tag unseres Aufenthaltes nach Cividale del Friuli, Hauptstadt des ersten Langobardischen Herzogstums Italiens. An keinem anderen Ort finden sich langobardische Denkmäler so konzentriert wie hier. Der berühmteTempietto Longobardo mit seiner original erhaltenen Stuckdekoration gehört  zu den wertvollsten und seltensten Beispielen langobardischer Kunst. Wir werden den Dom und das Dommuseum mit weiteren großartigen langobardischen Kunstwerken besichtigen. Nach einem Rundgang durch den schönen Ort werden wir weiter ins Collio-Gebiet fahren und im sternegekrönten Gourmettempel La Subida kurz vor der slowenischen Grenze unser letztes Abendmahl genießen. Serviert wird hier eine spannende Mischung aus traditionellen italienischen, slowenischen und friulanischen Gerichten, begleitet von den dazu passenden Weißweinen des Collio, die zu den besten Italiens zählen.

Diese Reise wir geleitet von Dr. Manuela Zardo und Dr. Gerhard Wohlmann

PREISE

€ 2.150,- p.P. im DZ
Zuschlag DZ als EZ € 300,-,


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Inkludierte Leistungen
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück im **** Hotel Astoria in Udine
  • 5 friulanische Schlemmereien inkl. Weine
  • tägliche Ausflüge wie beschrieben inkl. Führungen und Eintrittsgelder
Bemerkungen zu Ihrer eigenen Anreise

Sie können nach Udine mit eigenem Pkw fahren und in der Hotel-Garage für € 18,-  pro Tag parken (Reservierung erwünscht), oder mit der Bahn über Villach. Von München aus erreicht man Udine kostengünstig mit dem Flixbus.

Anmeldung

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