
Für das Sommersemester 2026 haben wir eine neue Reihe von Führungen in München geplant, die von März bis Juli 2026 einmal monatlich stattfinden werden. Es handelt sich um aktuelle Ausstellungen, die in verschiedenen Museen präsentiert werden und von "Incontrianern" besucht werden (max. 20 Teilnehmer), die sich regelmäßig treffen und Spaß am vielfältigen kulturellen Angebot in der Stadt haben.
Sie werden vom Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann geführt, der Sie sachlich und kompetent, aber auch humorvoll und légère durch die verschiedenen Ausstellungen begleiten wird. Worum es geht und was Sie erwartet, entnehmen Sie bitte den nachstehenden Beschreibungen.
Die Teilnahme an 5 Führungen kostet 100 € pro Person exklusive Eintrittskarten, die Sie sich bitte selbst vor Ort besorgen. Die Buchung einzelner Führungen ist nicht möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, wenn Sie mal verhindert sind, jemanden an Ihrer Stelle teilnehmen zu lassen. Die Treffpunkte sind immer im Kassenraum der jeweiligen Museen, in der Hypo Kunsthalle im oberen Stock, im Eingangsbereich zur Ausstellung.
Wenn Sie Interesse haben, teilzunehmen und die Termine zu erfahren, schreiben Sie bitte eine E-mail an incontri@incontri.de.
März
Long Story Short
Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart
Museum Brandhorst
Long Story Short erzählt eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst.
Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 2000 Werke umfassende Sammlung.
Mit Werken von: Victor Burgin, Kerstin Brätsch, André Cadere, Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jaqueline Humphries, Jannis Kounellis, Michael Krebber, Mark Leckey, Marisa Merz, Mario Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Niele Toroni, Richard Tuttle, Rosemarie Trockel, Cy Twombly, Franz West u.v.m.
April
He Toi Ora. Beseelte Kunst der Māori.
Auf den Spuren der Schnitzwerke im Museum Fünf Kontinente
Museum Fünf Kontinente
Im Weltbild der Māori tragen alle Künste eine immerwährende Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart in sich: So gelten auch viele Schnitzwerke als beseelt und stehen in Verbindung mit den Ahnen. Daher sollten die Nachkommen der ursprünglichen Hersteller oder Besitzer diese so wichtige Verbindung erneuern können. He Toi Ora bedeutet: eine lebendige Kunst.
Aber von welchen Iwi (tribalen Gruppen) in Neuseeland stammen die Museumsobjekte, die sich heute im Museum Fünf Kontinente befinden? Die Recherche führt schnell an Grenzen: Fast alle Stücke wurden zwischen 1825 und 1914 in London erworben, wo sich ihre Fährte verliert. Oft kann man sich der Frage nach ihrer Herkunft nur über Indizien nähern.
Am Beginn der Spurensuche stehen historische Fotos und Dokumente. Sie geben Aufschluss über die Vorbesitzer, von denen das Museum die Objekte erworben hat, und ihre Motivation zu sammeln. Ein weiteres Puzzleteil liefern Holzanalysen, die über die verschiedenen Baumarten informieren, mit denen geschnitzt wurde.
Auch die Schnitzmotive können Teil der Provenienzforschung sein und Hinweise auf bestimmte Stilregionen liefern. Bei der Einordnung und Rückbindung der Stücke ist jedoch indigenes Wissen von zentraler Bedeutung.
In enger Abstimmung mit Māori-Experten wurde die Ausstellung gemeinsam erarbeitet von der Ozeanien-Kuratorin des Museums und von David Jones vom Iwi Rongowhakaata als Māori-Kurator. Sie stellt Methoden vor, mit denen die Objekte erforscht werden, und lädt anhand eines Mikroskops und dem Erkennen von Schnitzmustern zum Mitmachen ein. Zugleich führt sie ein in die Māori-Philosophie.
Sie zeigt mit 80 Objekten einen Großteil der im Museum Fünf Kontinente bewahrten Māori-Werke. Neben Figuren mit Tätowierungen werden Personen von Rang vorbehaltene Schmuckkästen, Preziosen aus Grünstein und kostbare Capes sowie figürlich gestaltete Waffen und Alltagsgegenstände präsentiert.
Auch wenn meist nur Indizien auf die genaue Herkunft verweisen, konnte ein Objekt – die Pfostenfigur Tāwhaki – als eindeutig aus einem Māori-Versammlungshaus nahe Gisborne stammend identifiziert werden. Entsprechend ist der letzte Raum dem Ahnen Tāwhaki und dem Iwi Rongowhakaata gewidmet. Filme, Interviews, eine Fotoinstallation sowie moderne Kunstobjekte zeigen die enge Verbundenheit zwischen Tāwhaki und den heute lebenden Menschen seines Iwi.
Mai
19. Jh.
Alte Pinakothek
Zur Zeit ist ein Teil des Bestandes der Neuen Pinakothek wegen der jahrelangen Renovierungsmaßnahme im Erdgeschoß der Alten Pinakothek zu sehen.
Die sich verändernde Rolle des Künstlers in der Gesellschaft, aber auch die Veränderung der Gesellschaft durch den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt und nicht zuletzt die Entwicklung der Fotografie beeinflussen sowohl die künstlerischen Themenfelder als auch deren Darstellungsmodus.
Während unseres Rundganges werden wir uns über die verschiedenen Positionen und Entwicklungen im künstlerischen Schaffen des 19. Jhs. einen Überblick, aber auch tiefere Einblicke verschaffen.
Juni
HAAR – MACHT – LUST
Hypo Kunsthalle
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Haare sind ein starkes Mittel des Ausdrucks – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Mit ihnen bekennen wir Zugehörigkeit, gestalten Identität oder ziehen andere in unseren Bann. Die Ausstellung in der Kunsthalle München lädt zu einem anregenden, sinnlichen und überraschenden Streifzug durch drei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte der Haare ein. Rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart zeigen, welche Wirkmacht das scheinbar Alltägliche entfalten kann.
Juli
CONVIVIUM
Nahrungssysteme am Limit
Architekturmuseum/ Pinakothek d. Moderne
Die sichere und gerechte Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung hängt von einem System globaler Netzwerke ab: Bauern, Fischer, Züchter, Händler, Transportunternehmen, Märkte und industrielle Verarbeitungsbetriebe produzieren und vertreiben nicht nur das, was für die menschliche Ernährung notwendig ist. Sie werden durch die kapitalistische Wachstumslogik motiviert, immer mehr Produkte zu produzieren, die durch Überkonsum zu falscher Ernährung und zu einer massiven Verschwendung von Nahrungsmitteln führen. Doch dieses System kommt durch Klimaerwärmung, politische und ökonomische Faktoren immer mehr an seine Grenzen. Viele Meere sind bereits überfischt, fruchtbare Ackerböden werden überbaut oder erodieren und ganze Landstriche verwüsten, weil es nicht genug Regen gibt. Zugleich trägt die Nahrungsproduktion selbst durch den wachsenden Co2-Ausstoss massiv zum Klimawandel bei – ein Teufelskreis, der immer sichtbarer wird. Kaum ein Land der Erde kann seine Bevölkerung noch aus eigenen Ressourcen ernähren.
Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Blick richtet sich vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.
ANMELDUNG
Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Email an incontri@incontri.de.
Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Email an incontri@incontri.de.

Für das Sommersemester 2026 haben wir eine neue Reihe von Führungen in München geplant, die von März bis Juli 2026 einmal monatlich stattfinden werden. Es handelt sich um aktuelle Ausstellungen, die in verschiedenen Museen präsentiert werden und von "Incontrianern" besucht werden (max. 20 Teilnehmer), die sich regelmäßig treffen und Spaß am vielfältigen kulturellen Angebot in der Stadt haben.
Sie werden vom Münchener Kunsthistoriker Dr. Gerhard Wohlmann geführt, der Sie sachlich und kompetent, aber auch humorvoll und légère durch die verschiedenen Ausstellungen begleiten wird. Worum es geht und was Sie erwartet, entnehmen Sie bitte den nachstehenden Beschreibungen.
Die Teilnahme an 5 Führungen kostet 100 € pro Person exklusive Eintrittskarten, die Sie sich bitte selbst vor Ort besorgen. Die Buchung einzelner Führungen ist nicht möglich. Sie haben aber die Möglichkeit, wenn Sie mal verhindert sind, jemanden an Ihrer Stelle teilnehmen zu lassen. Die Treffpunkte sind immer im Kassenraum der jeweiligen Museen, in der Hypo Kunsthalle im oberen Stock, im Eingangsbereich zur Ausstellung.
Wenn Sie Interesse haben, teilzunehmen und die Termine zu erfahren, schreiben Sie bitte eine E-mail an incontri@incontri.de.
März
Long Story Short
Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart
Museum Brandhorst
Long Story Short erzählt eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst.
Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 2000 Werke umfassende Sammlung.
Mit Werken von: Victor Burgin, Kerstin Brätsch, André Cadere, Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jaqueline Humphries, Jannis Kounellis, Michael Krebber, Mark Leckey, Marisa Merz, Mario Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Niele Toroni, Richard Tuttle, Rosemarie Trockel, Cy Twombly, Franz West u.v.m.
April
He Toi Ora. Beseelte Kunst der Māori.
Auf den Spuren der Schnitzwerke im Museum Fünf Kontinente
Museum Fünf Kontinente
Im Weltbild der Māori tragen alle Künste eine immerwährende Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart in sich: So gelten auch viele Schnitzwerke als beseelt und stehen in Verbindung mit den Ahnen. Daher sollten die Nachkommen der ursprünglichen Hersteller oder Besitzer diese so wichtige Verbindung erneuern können. He Toi Ora bedeutet: eine lebendige Kunst.
Aber von welchen Iwi (tribalen Gruppen) in Neuseeland stammen die Museumsobjekte, die sich heute im Museum Fünf Kontinente befinden? Die Recherche führt schnell an Grenzen: Fast alle Stücke wurden zwischen 1825 und 1914 in London erworben, wo sich ihre Fährte verliert. Oft kann man sich der Frage nach ihrer Herkunft nur über Indizien nähern.
Am Beginn der Spurensuche stehen historische Fotos und Dokumente. Sie geben Aufschluss über die Vorbesitzer, von denen das Museum die Objekte erworben hat, und ihre Motivation zu sammeln. Ein weiteres Puzzleteil liefern Holzanalysen, die über die verschiedenen Baumarten informieren, mit denen geschnitzt wurde.
Auch die Schnitzmotive können Teil der Provenienzforschung sein und Hinweise auf bestimmte Stilregionen liefern. Bei der Einordnung und Rückbindung der Stücke ist jedoch indigenes Wissen von zentraler Bedeutung.
In enger Abstimmung mit Māori-Experten wurde die Ausstellung gemeinsam erarbeitet von der Ozeanien-Kuratorin des Museums und von David Jones vom Iwi Rongowhakaata als Māori-Kurator. Sie stellt Methoden vor, mit denen die Objekte erforscht werden, und lädt anhand eines Mikroskops und dem Erkennen von Schnitzmustern zum Mitmachen ein. Zugleich führt sie ein in die Māori-Philosophie.
Sie zeigt mit 80 Objekten einen Großteil der im Museum Fünf Kontinente bewahrten Māori-Werke. Neben Figuren mit Tätowierungen werden Personen von Rang vorbehaltene Schmuckkästen, Preziosen aus Grünstein und kostbare Capes sowie figürlich gestaltete Waffen und Alltagsgegenstände präsentiert.
Auch wenn meist nur Indizien auf die genaue Herkunft verweisen, konnte ein Objekt – die Pfostenfigur Tāwhaki – als eindeutig aus einem Māori-Versammlungshaus nahe Gisborne stammend identifiziert werden. Entsprechend ist der letzte Raum dem Ahnen Tāwhaki und dem Iwi Rongowhakaata gewidmet. Filme, Interviews, eine Fotoinstallation sowie moderne Kunstobjekte zeigen die enge Verbundenheit zwischen Tāwhaki und den heute lebenden Menschen seines Iwi.
Mai
19. Jh.
Alte Pinakothek
Zur Zeit ist ein Teil des Bestandes der Neuen Pinakothek wegen der jahrelangen Renovierungsmaßnahme im Erdgeschoß der Alten Pinakothek zu sehen.
Die sich verändernde Rolle des Künstlers in der Gesellschaft, aber auch die Veränderung der Gesellschaft durch den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt und nicht zuletzt die Entwicklung der Fotografie beeinflussen sowohl die künstlerischen Themenfelder als auch deren Darstellungsmodus.
Während unseres Rundganges werden wir uns über die verschiedenen Positionen und Entwicklungen im künstlerischen Schaffen des 19. Jhs. einen Überblick, aber auch tiefere Einblicke verschaffen.
Juni
HAAR – MACHT – LUST
Hypo Kunsthalle
Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Haare sind ein starkes Mittel des Ausdrucks – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Mit ihnen bekennen wir Zugehörigkeit, gestalten Identität oder ziehen andere in unseren Bann. Die Ausstellung in der Kunsthalle München lädt zu einem anregenden, sinnlichen und überraschenden Streifzug durch drei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte der Haare ein. Rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart zeigen, welche Wirkmacht das scheinbar Alltägliche entfalten kann.
Juli
CONVIVIUM
Nahrungssysteme am Limit
Architekturmuseum/ Pinakothek d. Moderne
Die sichere und gerechte Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung hängt von einem System globaler Netzwerke ab: Bauern, Fischer, Züchter, Händler, Transportunternehmen, Märkte und industrielle Verarbeitungsbetriebe produzieren und vertreiben nicht nur das, was für die menschliche Ernährung notwendig ist. Sie werden durch die kapitalistische Wachstumslogik motiviert, immer mehr Produkte zu produzieren, die durch Überkonsum zu falscher Ernährung und zu einer massiven Verschwendung von Nahrungsmitteln führen. Doch dieses System kommt durch Klimaerwärmung, politische und ökonomische Faktoren immer mehr an seine Grenzen. Viele Meere sind bereits überfischt, fruchtbare Ackerböden werden überbaut oder erodieren und ganze Landstriche verwüsten, weil es nicht genug Regen gibt. Zugleich trägt die Nahrungsproduktion selbst durch den wachsenden Co2-Ausstoss massiv zum Klimawandel bei – ein Teufelskreis, der immer sichtbarer wird. Kaum ein Land der Erde kann seine Bevölkerung noch aus eigenen Ressourcen ernähren.
Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Blick richtet sich vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.
ANMELDUNG
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