Unbekannte Lombardei

Eine Entdeckungsreise

TERMIN: 11.10.20 - 17.10.20
Unbekannte Lombardei

Wenn von der Lombardei die Rede ist, denkt  man sofort an Mailand, während die anderen Städte dieser Region völlig unbeachtet bleiben. Zu Unrecht, denken wir, da sie wunderschön sind, außerordentliche Architekturen und wertvolle Kunstwerke beherbergen und einen Besuch absolut wert sind. Mit dieser Reise wollen wir Ihnen die verborgenen Schätze der Lombardei zeigen und mit Ihnen Kultur, Küche und Besonderheiten dieser spannenden Region entdecken.

Wir werden in Brescia wohnen, im eleganten, bestens gelegenen ***** Hotel Vittoria direkt in der Altstadt.

Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zur wunderschönen Piazza della Loggia, einem lombardisch-venetischen Renaissancejuwel. Gebaut wurde sie auf Geheiß des Bürgermeisters Marco Foscari (1433), damit auch die Stadt Brescia den Glanz und die Pracht der Republik Venedig und ihrer Besitztümer widerspiegeln konnte. Von dort geht es zunächst weiter zum Duomo Vecchio, einer Rotunde aus dem 11. Jahrhundert, und anschließend zum neuen Dom, einem Spätrenaissancebau mit der dritthöchsten Kuppel Italiens. 

Der nahegelegene mittelalterliche Broletto, heute Sitz der Stadtverwaltung, hat einen bezaubernden Innenhof und einem Rathausturm aus dem 11.Jh. Letztendlich werden wir das römische Brescia erkunden, mit exquisiten steinernen Zeugnissen einer längst vergangenen Zeit.

Am Dienstag  besuchen wir Bergamo. Mit der Schienenseilbahn erreichen wir Bergamo Alta. Der Name Bergamo stammt aus dem Keltischen und entspricht dem deutschen Berg-heim. Die Bezeichnung passt sehr gut zur Lage der Altstadt, die sich, umgeben von ihren Mauern, zwischen Tälern und Bergen erhebt. Die noch vollständig erhaltenen Mauern, im 16. Jahrhundert von den Venezianern erbaut, erstrecken sich über fast 6 Kilometer und sind UNESCO-Weltkulturerbe. Der Besuch der Altstadt ist ein Wechselspiel von Eindrücken, sobald man in die labyrinthisch verlaufenden mittelalterlichen Gassen und Plätze eindringt. Die Basilika Santa Maria Maggiore ist ein Juwel der Stadt und beherbergt erstaunliche Kunstschätze, die sich in 8 Jahrhunderten hier angesammelt haben. Besonders beeindruckend ist der Chor mit seinen Holzintarsien, die auf Zeichnungen von Lorenzo Lotto zurückgehen und die Gobelins, die sich an den Wänden der Basilika aneinanderreihen. Die angrenzende Colleoni-Grabkapelle ist ein außergewöhnliches Schmuckstück. Colleoni war über 30 Jahre lang erfolgreicher Militärführer der Venezianer. Sein Reiterstandbild vor der Dominikaner Kirche Zanipolo in Venedig ist weltweit bekannt. Die Kapelle ist ein Meisterwerk der lombardischen Renaissance und ist in ihrem Inneren mit Tiepolo-Fresken geschmückt.

Von hier aus erreicht man gleich die Piazza Vecchia, das wahre Zentrum der Stadt und einen der schönsten Plätze Italiens, der an eine großartig arrangierte Theaterkulisse erinnert. Hier werden wir auch im besten Restaurant der Stadt einige Spezialitäten der Region, wie die Casonsei, sehr schmackhafte Ravioli,  genießen. Nicht umsonst trägt Bergamo das Qualitätssiegel „Città dai mille sapori“, Stadt der tausend Geschmäcker.

Am nächsten Tag werden wir einen Ausflug zum Iseo-See machen, ein Kleinod zwischen den großen lombardischen Alpenseen. Mit einem Boot besuchen wir die waldbewachsene Insel Monte Isola, mit ihren 600 m Höhe die höchste Insel in einem europäischen See. Vielen ist der See erst durch die von Christo und Jeanne-Claude entworfene Installation The Floating Piers vom 18. Juni bis zum 3. Juli 2016 bekannt geworden. The Floating Piers, das erste Großprojekt, welches Christo ohne seine Frau vollendete, brachte über 1.2 Millionen Besucher an den See. Inzwischen ist wieder Ruhe auf der Insel eingekehrt und wir werden nach einem idyllischen Spaziergang am autofreien Seeufer ein köstliches Mittagessen in wunderschöner Lage genießen können.

Unmittelbar südlich des Sees beginnt das Weinbaugebiet Franciacorta ein kulinarisch-önologisches Juwel Italiens, das von allzu vielen Reisenden aus Unkenntnis übersehen wird. Hier wird der beste Sekt Italiens gekeltert, nach Meinung von Fachleuten ein durchaus ernst zu nehmender Konkurrent vieler überteuerter Champagner. Natürlich werden wir einer der besten Kellereien vor Ort einen nicht ganz trockenen Besuch abstatten.

Am Donnerstag gilt unser Interesse Mantua, der Geburtsstadt Vergils.

Die Piazza Sordello mit dem Dom an der Nordseite und dem Herzogpalast an der Ostseite ist unser Ausgangspunkt für die Stadt der Gonzaga. Der Herzogpalast, die Residenz der Familie Gonzaga ist ein gewaltiger Gebäudekomplex, der vom 13. bis zum 18. Jahrhundert errichtet und stets erweitert wurde. Im heutigen Museum kann man sich einen großartigen Eindruck der italienischen Malerei verschaffen mit Meisterwerken von Pisanello, Mantegna, Raffael und Giulio Romano. Die Camera degli Sposi , das Zimmer des Brautpaares, das von Andrea Mantegna in den Jahren 1465-1474 im Auftrag von Ludovico II. ausgemalt wurde, ist nach 9-jähriger Restaurierung seit 2016 wieder in seinen leuchtenden Farben zu bewundern.

Richtung Süden gelangt man in den älteren Stadtteil Piazza Broletto mit dem Palazzo del Podestà. Weiter geht es zum Palazzo della Ragione und dem Glockenturm Torre dell'Orologio. Auf der Piazza delle Erbe ist noch heute der Gemüsemarkt zu finden. Gleich daneben entdecken wir die älteste Kirche Mantuas, eine Rundkirche mit Wandelgang und Galerie, die Rotonda di San Lorenzo.

Von dort gelangt man zur Basilika Sant'Andrea, dem Mausoleum der Familie Gonzaga. Sie wurde von Leon Battista Alberti entworfen und ab 1472 begonnen, aber erst 328 Jahre später nach Zeichnungen von Filippo Juvarra vollendet. In der Krypta befindet sich die Reliquie des kostbaren Blutes Christi. Der römische Hauptmann Longinus hatte die mit Blut getränkte Erde nach Mantua gebracht, wo sie seitdem in zwei Heiligen Vasen aufbewahrt wird.

Ein weiteres Highlight ist der im Süden der Altstadt gelegene Palazzo Te. Der Palast wurde von Federico Gonzaga als „Freizeitvilla“ konzipiert und von Giulio Romano, einem Schüler von Raphael in den Jahren 1525-1535 ausgeführt. Seine Stuckarbeiten und mythologischen Fresken sind ein einmaliges Beispiel des Reichtums der Gonzaga. Besonders schön sind die Säle Amor und Psyche, der Saal der Giganten sowie der Saal der Pferde. Der Palazzo Te diente in herrschaftlichen Kreisen als Vergnügungsschloss und Theater.

Am letzten Tag unserer erlebnisreichen Reise steht Cremona auf dem Programm.

Der Dom Santa Maria Assunta wurde ab 1185 erbaut und hatte ursprünglich einen dreischiffigen basilikalen Grundriss. Der heutige Dom, verdankt sein Aussehen einer Reihe von Umbauten und Erweiterungen, die vorwiegend im 13., 14. und 15.Jh durchgeführt wurden. Entstanden ist eine gelungene Verbindung aller Stilelemente von der Romanik über die Gotik bis hin zur Renaissance, die diesen Kirchenbau zu einer architekturhistorischen Besonderheit macht.

Die Piazza del Comune präsentiert sich als gelungenes Architekturensemble, das politische und sakrale Macht in ästhetisch gelungener Weise zusammenfügt. So stehen sich der Dom, das Baptisterium und der imposante 112m hohe Backsteinturm auf der einen Seite und das Rathaus gegenüber.

Die kulinarische Seite Cremonas sollte man bei all den imposanten visuellen Eindrücken nicht ganz außer Acht lassen. Die Mostarda (Senffrüchte) und der Torrone (Mandelnougat) sind besondere Spezialitäten dieser Stadt und bei einem schmackhaften Mittagessen in einem schönen Lokal werden wir weitere Delikatessen kosten.

Cremona ist aber vor allem als Stadt der Geigenbauer bekannt, hier wurde die Geige in der heute üblichen Form erfunden. Hier wohnte und arbeitete Antonio Stradivari und noch heute leben in der Stadt 60 Maestri der Geigenbaukunst, einige davon kann man bei der Arbeit bewundern, wenn man durch die Stadt flaniert. Die große Sensation ist in diesem Zusammenhang das 2013 eröffnete Museo del Violino. Der Rundgang durch das perfekt gestaltete Geigenmuseum führt uns durch fünf Jahrhunderte der Geschichte des Geigenbaus. Dabei lernt man die großen Meister und ihre Violinen kennen und erhält neue Informationen über die Welt des Geigenbaus von der Entstehungsgeschichte des Instruments bis zur Gegenwart. Im akustisch geschützten Hörsaal bekommen wir eine Audition der wertvollsten Instrumente.

Diese Reise wird geleitet von Dr. Manuela Zardo und Dr. Gerhard Wohlmann

PREISE

€ 2.170,- p.P. im DZ
Zuschlag DZ als EZ € 280,-


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Inkludierte Leistungen
  • 6 Ü/F im  ***** Hotel Vittoria in Brescia
  • 6 Degustationsmenüs inkl. Weine
  • 1 Weindegustation
  • Bootsausflug am Iseosee
  • Programm wie beschrieben inkl. Führungen und Eintrittsgelder
Bemerkungen zu Ihrer eigenen Anreise

Sie können Brescia gut mit Ihrem Pkw (Parkplätze in Hotelnähe vorhanden) oder mit dem Zug über Verona erreichen. Ihr Hotel ist 900 m vom Bahnhof entfernt.

Wenn Sie fliegen wollen, können sie nach Verona (Aeroporto Internazionale Valerio Catullo), Bergamo (Aeroporto Internazionale Orio al Serio) oder Milano Linate fliegen. Eurowings bietet gute Direktflüge nach Verona, z.B. ab München um 15.05 Uhr mit Ankunft um 16.05 Uhr, Rückflug ab Verona um 13.20 mit Ankunft in München um 14.20. Kollektive Transfers können organisiert werden.

 

Anmeldung

Wenn Sie sich für diese Reise Anmelden wollen, füllen Sie bitte das am Ende der Reisebeschreibung stehende Formular aus und drücken Sie auf die grüne Sendetaste.

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