Geheimnisvolle Tuscia

Eine Reise durch das Kernland der Etrusker

TERMIN: 20.05.18 - 26.05.18
Geheimnisvolle Tuscia

Viel wurde in die Etrusker hineingeheimnisst, schon die Römer haben versucht, die Kultur, der sie so viel verdanken, vergessen zu machen. Und doch wissen wir eine ganze Menge, auch wenn in unseren Schulbüchern bis heute eisiges Schweigen über dieses lebensfrohe Volk herrscht. Geheimnisvoll und vom Tourismus so gut wie übersehen blieb aber ihr Kernland, die Tuscia.

Lassen Sie sich von Manuela Zardo in diese fast unwirkliche Welt im Grenzgebiet zwischen Toskana, Latium und Umbrien entführen, die sie, um ihrer Schönheit und Besonderheit willen, seit vielen Jahren auch privat zu ihrem Lebensmittelpunkt gewählt hat. Auf den Spuren der Etrusker werden Sie stolze Städte wie Orvieto und Umbriens Hauptstadt Perugia, pittoreske Felsennester wie Pitigliano, Sovana und Sorano in der Toskana, den im Latium gelegenen Bolsener See, wo die Etrusker den Eingang zur Unterwelt vermuteten und die einzigartigen bemalten Gräber von Tarquinia, besichtigen. Überall wird sie Ihnen Kostproben von der Jahrtausende alten Geschichte und von der ebenso alten Wein- und Esskultur servieren.

Zum Wohnen hat Manuela Zardo ein wunderschönes kleines Relais mit Blick auf Orvieto ausgesucht, das wir ganz exklusiv für uns haben werden. Die 10 zur Verfügung stehenden Zimmer, in landestypischen Natursteinhäusern verteilt, sind großzügig und geschmackvoll eingerichtet. Ein sehr gepflegter großer Garten umgibt die Häuser, zwei Schwimmbäder stehen uns zur Verfügung. Ein herrlicher Platz zum Entspannen und Genießen und ein idealer Ausgangspunkt für unsere täglichen Ausflüge in die Tuscia.

Im hervorragenden hauseigenen Restaurant werden wir gleich am ersten Abend gemütlich zusammen speisen und auf die Stadt Orvieto hoch oben am Hügel schauen.

Der nächste Tag ist ganz der Geschichte und Besichtigung der uralten Etruskerstadt Orvieto gewidmet, die majestätisch auf ihrem ausgedehnten Tuffsteinplateau direkt vor unseren Augen thront. Oben haben Bewohner und die häufig hier residierenden Päpste ihre bescheidenen und prächtigen Bauten errichtet, wie den schönsten gotischen Dom Italiens, tief im Inneren sind mächtige Brunnenanlagen und verzweigte Flucht- und Versorgungswege entstanden. Die unter der Stadt sich befindende Nekropole gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der etruskischen Kultur. Die Kammergräber reihen sich so aneinander, dass sie eine regelrechte Totenstadt bilden. Die wichtigsten Grabausstattungen, die hier gefunden wurden, sind heute im Museum Faina in Orvieto ausgestellt, das wir ebenfalls besuchen werden. Ein hervorragendes Abendessen im besten Restaurant der Stadt wird unseren Tag würdig abschließen.

Der erste Besuch des zweiten Tages gilt dem Pilgerort Assisi. Im Inneren seiner Kirchen herrscht noch die kontemplative Ruhe vergangener Jahrhunderte. Unendlich eindrucksvoll ist die Doppelkirche San Francesco mit ihrem teilweise von Giotto gemalten Freskenzyklus zum Leben und Wirken des Heiligen. Im Zentrum der Oberstadt steht der berühmte Minervatempel aus römisch-republikanischer Zeit. Der Dom mit seiner beeindruckenden romanischen Fassade beherbergt das Taufbecken des Heiligen Franz, über dem auch der schon drei Jahre alte Friedrich II. endlich ein Christenmensch wurde. Bei einem köstlichen Mittagessen auf einem schönen kleinen Platz der Stadt werden wir uns dann erholen, bevor wir weiter nach Perugia fahren. Mit seiner belebten Flaniermeile Corso Vannucci und einer der schönsten Brunnenanlagen Italiens, Sehenswürdigkeiten wie die etruskische Stadtmauer und die Zwingburg Rocca Paolina ist die umbrische Hauptstadt ein absolutes Highlight.

Für die Etrusker führten noch nicht alle Wege nach Rom, ihre Zeremonialstraßen und rituellen Hohlwege führten schnurstracks zum Bolsener See. Dort, auf einer seiner beiden Inseln, vermuteten sie den Eingang zur Unterwelt. Einer der Gründe, warum wir das romantische Städtchen Bolsena am Mittwoch besuchen werden und eine schöne Bootsfahrt auf dem Bolsener-See, den größten Senkkrater-See Europas, geplant haben. Hier werden wir auch wunderbare lokale Küche auf einer Terrasse direkt über dem See genießen.

Der Weg zurück ins Hotel führt uns zu Manuela Zardos und Leon Zweckers Weingut Madonna del Latte, mit seinen etruskischen Grabgewölben, die heute als idealer Reifungskeller dienen. Hier wird reichlich von deren besten Weinen fließen und Köstlichkeiten zu essen geben. Hier werden Sie spüren, dass etruskische Gastfreundschaft und Lust an Gaumenfreuden noch heute in der Lage sind, selbst Zugereiste zu kontaminieren. Zum Abschluss wollen wir an eine der wichtigsten etruskischen Hinterlassenschaften erinnern – an den Anbau von trockenen Weinen schon in der Antike, während nebenan Griechen und Römer versuchten, ihren süßen Fusel mit allerlei obskuren Zutaten stabil und trinkbar zu machen.

Der nächste Tag unserer Reise bringt uns nach Tarquinia, wo uns das UNESCO Weltkulturerbe der Nekropole von Monterozzi, eine etruskische Begräbnisstätte mit über 6000 Gräbern erwartet. 200 davon, meist aus der Zeit um 700 v.Chr., sind bemalt und schildern uns mit nicht zu überbietender Deutlichkeit, die Kultur und Lebensfreude dieses ganz besonderen Volkes. Das letzte Grab, ein sehr bedeutendes, vielleicht eine fürstliche Bestattungsstelle, wurde erst vor kurzem entdeckt, andere werden sicherlich folgen. Nach der Besichtigung erwartet uns ein köstliches Fischmenü auf einer herrlichen Terrasse direkt am Meeresstrand.

Am letzten Tag können Sie den Vormittag in Orvieto verbringen und auf dem wöchentlichen Bauernmarkt sich mit frischem Obst und Gemüse versorgen oder typische Porchetta und schönen Pecorino-Käse für zuhause kaufen. Am Nachmittag fahren wir durch bizarre Landschaften zu den spektakulären Tuffstein-Städten Sovana und Pitigliano. Sie liegen auf einem Tuffsteinplateau um welches Wasserläufe canyonartige Schluchten gebildet haben. Die Etrusker liebten solche Siedlungsplätze. Sie glätteten die Felswände, machten sie so zu unüberwindlichen Verteidigungsstellungen und gruben in die Felsen ihre Grabkammern, die später als kühle Weinkeller verwendet wurden.

Etwas außerhalb des hübschen Örtchen Sovana werden wir uns den Dom anschauen, ein altertümliches Bauwerk aus dem 8.Jh. mit phantastischen Portalreliefs aus der frühesten Romanik. Papst Gregor VII., dem Gegner von Kaiser Heinrich IV. im Investiturstreit, stammte aus der fränkischen Feudalfamilie Aldobrandeschi aus Sovana. Nach ihm ist die Tomba Ildebranda (Ende 3./Anfg. 2. Jh.) genannt, das interessanteste und wichtigste Monumentalgrab, das einzigartig in der etruskischen Kunst dasteht. Auf einem Podium ist an drei Seiten ein insgesamt von 12 Säulen umstellter Scheintempel in den gewachsenen Tuff gehauen.

Die Hohlwege, die von den Etruskern in den Tuff geschlagen wurden und durch welche wir spazieren werden, durchquerten sakrale Gebiete, in welchen täglich Zeremonien, Riten, Umzüge und andere Aktivitäten stattfanden mit Bezug zum Untergrunds- und Jenseitskult. Ihre zyklopischen Dimensionen übersteigen jedes menschliche Maß und weisen auf eine übermenschliche Welt hin. Sie stehen symbolisch für die Reise der Seele des Toten durch die Orte der unterweltlichen Geografie.

Pitigliano, die spektakulärste aller Tuffsteinstädte, hatte die zweitgrößte jüdische Gemeinde in der Toskana. 1555 hatte Paul IV. die Juden in Rom im Ghetto eingemauert und viele hatten sich vor den Verfolgungen hierher geflüchtet, in das sichere Orsini-Gebiet. Der sich noch hier befindende Palazzo Orsini geht auf das 14.Jh. zurück und wurde von Giuliano da Sangallo in einen Renaissance-Palast verwandelt. In einem bezaubernden Restaurant werden wir ein letztes gemeinsames Abendessen genießen. Beim Verlassen des Ortes wird ihnen die beleuchtete Stadtsilhouette wie ein Traum in Erinnerung bleiben.

Diese Reise wird geleitet von Dr. Manuela Zardo.

PREISE

€ 1.580,- p.P. im DZ
Zuschlag DZ als EZ € 300,-


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Inkludierte Leistungen
  • 6 Übernachtungen mit Frühstück im Inncasa Hotel Resort & Spa bei Orvieto
  • 6 landestypische Schlemmereien inkl. Weine
  • täglich Ausflüge zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten inkl. Bus und Eintritte
Bemerkungen zu Ihrer eigenen Anreise

Sie können Orvieto mit Auto, Zug oder Flug gut erreichen. Im Hotel besteht kostenlose Parkmöglichkeit. Zugreisende können am Bahnhof in Orvieto abgeholt werden. Flugreisende können am Flughafen Rom Fiumicino ein Mietwagen nehmen und nach Orvieto fahren (Fahrzeit ca. 1 Sunde 30 Min. über die Autobahn) oder direkt in den Zug steigen und über Rom Stazione Termini mit dem Zug Orvieto erreichen. Gerne suchen wir Ihnen die zu Ihrem Flug passenden Zugverbindungen aus.